FILFLA MALTA 2018

Fine Art im Objektrahmen 92 cm x 62 cm x 5 cm

 

Filfla – eine kleine Insel des maltesischen Archipels,

etwa fünf Kilometer entfernt von der Hauptinsel,

ein Blickfänger, ein mythischer Ort, ein historisches Rätsel. 

Filfla wird durch eine Naturkatastrophe in unbekannter Vorzeit zum einsamen Trabanten,

als die Landbrücke zwischen Afrika und Italien zerbricht.

Jedes Jahr entfernt Filfla sich etwa fünf Zentimeter weiter von Malta fort.

Nächstgelegen an der Küste befinden sich die Tempelanlagen von Ħaġar Qim und Mnajdra,

uralte Kultstätten, geweiht der Großen Mutter und der Fruchtbarkeit.

Im Mittelalter ist der Felsen – nur 333 lang und 150 Meter breit -

ein Versteck für Piratenschiffe, auch eine Zuflucht für Fischer.

Eine Süßwasserquelle befindet sich dort, und - der Großen Mutter getreu – eine Marienkapelle. 

Dann kommt ein Erdbeben und zerstört alles. 

Im 20. Jahrhundert wird Filfla dem Krieg geweiht,

als Bombenabwurfplatz der Britischen Luftwaffe, wo Zerstörung geübt wird.

Die Bevölkerung protestiert so lange, bis Filfla vor der völligen Zerstörung gerettet ist. 

Jetzt ist der 60 Meter hohe Felsen ein Vogelschutzgebiet – und zugleich eine Sperrzone,

lebensgefährlich durch hunderte von Blindgängern, die sich im umliegenden Wasser befinden. 

 

Filfla zeigt den Wandel der Gezeiten, wie selbst Stein sich verändert,

wie selbst Feststehendes weiter wandert, vom Auge unbemerkt, zernagt von endlosen Wassern und Winden.

Das Werk hält die endlose Bewegung an, nimmt den Wellen ihr Hin und Her, der Himmel öffnet sich als weiße Fläche, und bringt das Wesentliche von Filfla hervor.

 © JOANNA VORTMANN 2019 ALL RIGHTS RESERVED